NOlympia, Brot und Spiele um jeden Preis?

Aus gegebenem Anlass verfasse ich mal einen kurzen Artikel zu dem Ausgang der Olympia Abstimmung der Bewerbung für 2024, ja genau, Bewerbung.
Ob Hamburg sich letztendlich gegen die weiteren Bewerber hätte durchsetzen können, sei mal dahingestellt.

Nach der knappen Niederlage sind im Netz und überall, vor allem bei den Verlierern, wenn man denn von verlieren sprechen kann, die Emotionen hochgekocht.

Nur zur Info: Ich bin sehr sportbegeistert, habe mein Leben lang Sport gemacht und finde Olympia auch toll, trotzdem war ich dagegen,

Aber für mich persönlich war das ganze einfach zu unsicher und ich wollte kein Olympia um jeden Preis.
Wenn unser Bürgermeister Olaf Scholz uns verspricht, dass mit ihm keine Mehrkosten über die € 1,2 Milliarden anfallen würden, kann ich das ehrlich gesagt nicht ernst nehmen. (Siehe damals Ole v. Beust und die Elbphilharmonie, die nur € 80 Mios kosten sollte und jetzt bei ca. € 800 Millionen liegt!)

Und ein ganz ausschlaggebender Punkt war die fehlende Sicherheit aus Berlin, dass man die € 6,2 Milliarden Zuschuss definitiv zusichern würde.

Weitere Zahlen, Daten, Fakten:
Die Wahlbeteiligung in Hamburg lag bei knapp über 50%, wieso hat PROlympia Hamburg die ganzen Nichtwähler nicht motivieren und mitreißen können?
In Kiel haben zwar knapp 65% dafür gestimmt, aber das bei einer mickerigen Wahlbeteiligung von knapp über 30%; klingt das überzeugend?

Die Prolympia Werbung lag bei ca. € 5-6 Millionen.
HSV; Hamburg Freezers; Hamburg Towers; HSV Handball, usw. haben alle fleißig öffentlich Werbung dafür gemacht, wobei ich ehrlich gesagt von Nolympia und NOlympia Kiel in der Öffentlichkeit so gut wie gar nichts wahrgenommen hatte, nur via FB.

Angela Merkel bedauert die Absage, aber wenn unserm Land so viel dran gelegen ist, warum wurde diese Garantien nicht vorher schon gegeben?

Liegt es evtl. daran, dass genau der Betrag zu Deckung/Sicherung der HSH Nordbank benötigt wird?
„Gelingt letzteres nicht, wird sie abgewickelt. Die Bank darf sich von 8 Milliarden Euro faulen Schiffskrediten trennen, von denen die Länder als Haupteigentümer bis zu 6,2 Milliarden übernehmen. Dafür hatte die EU die Wiedererhöhung der Ländergarantien von sieben auf zehn Milliarden Euro gebilligt.“

http://www.shz.de/…/abwicklung-der-hsh-nordbank-was-sh-und-…

Das jetzt den Hamburgern mögliche Dummheit oder Ignoranz oder keine Ahnung vorgeworfen wird, finde ich ehrlich gesagt etwas respektlos.

München war gegen die Winterspiele, Berlin war auch gegen Olympia, jedenfalls die Bürger, die darüber abstimmen durften.
Also ist diese Thematik ja kein Hamburger Problem oder?
Evtl. will der „normale“ Bürger keine Großveranstaltungen zu jedem Preis und die Großprojekte, die in letzter Zeit immense Dimensionen angenommen haben á la BER, Stuttgart21, usw.

Weitere Finanzdesaster in Hamburg nur mal zur Information: (Teilweise ex Schwarzes Buch)
Ausbau der JVA war mit € 17 Millionen veranschlagt, kostete am Ende aber fast doppelt so viel!
Lt. NDR + € 10 Millionen; Lt. BILD sogar knapp € 17 Millionen
http://www.ndr.de/…/Kostenexplosion-bei-JVA-in-Glasmoor,gla…

Neue Personalverwaltungssoftware ist jetzt schon mit € 17,45 Millionen Mehrkosten veranschlagt worden, Tendenz steigend; Fertigstellung anstatt 2013 jetzt wohl erst 2017
http://www.schwarzbuch.de/cont…/teures-deja-vu-fur-hamburger

Hamburg Wasser hatte einen Verlust von € 18,7 Millionen verursacht.
http://www.schwarzbuch.de/content/teures-missmanagement

Des Weiteren kommt noch, dass der Hamburger Sportsenator die Wähler beschimpft, sehr demokratisch oder?
http://fairspielen.de/nach-dem-olympia-aus-hamburger-sport…/

Nur weil einem die Meinung/Stimme eines anderen nicht passt, ist man also quasi pauschal uninformiert und entscheidet aus dem Bauch heraus?
Klingt nicht sehr demokratisch oder?

Oder der Blog von Elbmelancholie dazu:
http://www.elbmelancholie.de/…/olympia-wer-sonntag-dagegen…/

Warum soll man Vorschläge für etwas machen, wo man gegen war und das Konzept so nicht schlüssig war.

Wird das jetzt bei jeder Wahl so gemacht? Wenn ich nicht für CDU bin oder SPD, muss ich denen sagen, wie sie Ihre Arbeit zu tun haben, ehrlich?

Und zu guter Letzt, da ich ja Basketballer bin:
Wenn wir ein Spiel knapp, mit einem Punkt verloren hatten, habe ich mich auch geärgert.
Aber wir konnten nicht einfach sagen, dass wir doch viel besser waren und, hätten wir mehr Freiwürfe oder Korbleger getroffen, wir der eigentliche Sieger gewesen wären.
Es stand halt schwarz auf weiß da, dass wir verloren haben, das gleiche ist hier auch eingetreten und wer diese Niederlage nicht sportlich nehmen und akzeptieren kann, ist eher undemokratisch oder?

In diesem Sinne mit sportlichen Grüßen

Der nächste Blog rockt!

Stand 02.12.2015

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Ein Gedanke zu „NOlympia, Brot und Spiele um jeden Preis?“

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